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Helmut-Frenz-Preis 2018

Helmut-Frenz-Preis

für „Menschen und Organisationen, die der Menschlichkeit ein mutiges Beispiel geben“

Helmut Frenz war Pastor und Seelsorger für seine Gemeinden in Deutschland und Chile und Kämpfer für Menschenrechte. Der 2011 gestorbene Theologe hat als Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Chile durch sein Engagement vor und während der Militärdiktatur anderen Mut gemacht, sich für Menschlichkeit und für Menschenrechte einzusetzen.

Nach seiner Ausweisung durch die Pinochet-Junta war er zunächst Generalsekretär von Amnesty International(1976-1985), dann Gemeindepastor in Norderstedt, Flüchtlingsbeauftragter der Nordelbischen evangelisch-lutherischen Kirche, Landesbeauftragter des schleswig-holsteinischen Landtags für Flüchtlings- und Zuwandererfragen(1999-2003) und Professor für Menschenrechte und Friedenserziehung an der staatlichen Universität De Los Lagos in Santiago de Chile.

Die Erinnerung an diesen ungewöhnlichen Mann wachzuhalten und zu ermutigen, ihm nachzueifern – das ist das Ziel des Helmut-Frenz-Preises.

Der Ida Ehre Kulturverein und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Eimsbüttel vergeben den Preis 2018 zum dritten Mal. Der Preis ist mit 3000.- Euro dotiert.

Ein Preis für Einsatz und Mut

Der Helmut-Frenz-Preis würdigt Menschen, die sich mit Mut und Tatkraft aus innerer Überzeugung für Menschlichkeit in unserer Gesellschaft und damit auch für die Realisierung der Menschenrechte einsetzen. Es geht um Menschen, die helfen und nicht fragen, ob sie etwas dafür bekommen, die mutig sind und handeln, auch gegen den Widerstand und den Widerspruch von Gesellschaft und Staatsorganen.

Helmut Frenz schreibt: „Jesus Christus fordert uns auf, Kollaborateure der Menschlichkeit zu sein. Unser Zeugnis ist jetzt gefragt im Einsatz für diejenigen, denen jetzt keiner helfen will.“

Die Preisverleihung findet am 4.2.2018 um 16 Uhr statt

in der Apostelkirche der ev.-luth.Kirchengemeinde Eimsbüttel in Hamburg.

 

Kontakt: Ida-Ehre-Kulturverein i.ehre@menzelprachner.de

Die rebellische Würde – Migration als Globalisierung von unten

Veranstaltung am Freitag, den 3.2.2017 um 19 h

Für einen großen Teil der Weltbevölkerung sind Gewalt, Terror und Elend bitterer Alltag. Neu ist in unseren Tagen, dass diese Lebensbedingungen auch hier sichtbar werden. Finanzkrise, Umweltkatastrophen und die wachsende soziale Verunsicherung treiben Menschen in die Flucht und/oder in die Hände von Extremisten.

Die Zerstörung von Lebensgrundlagen, Hass und Gewalt „passieren“ nicht einfach, sondern sie sind das Ergebnis einer Politik, die die Interessen der Ökonomie und des Machterhalts über die der Menschen gestellt und große Teile der Weltbevölkerung damit von einem menschenwürdigen Leben ausgeschlossen hat.

Thomas Gebauer, der Geschäftsführer von medico international, nimmt das gegenwärtige Fluchtgeschehen, aber auch den zunehmenden Hass und die Gewalt, die sich weltweit breit machen, als Ganzes in den Blick. Und hält damit auch ein Plädoyer für die Sicherung der Menschenrechte: nur dort, wo die öffentliche Daseinsfürsorge funktioniert, wo menschenwürdiges Leben gesellschaftlich und rechtlich gesichert ist, wo Menschen eine Lebensperspektive haben, können die Menschenrechte verwirklicht sein.

Der Ida Ehre Kulturverein und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel  laden Sie zu diesem

Vortrag von THOMAS GEBAUER    

und der anschließenden Diskussion  ein.

Moderation: JOHANNES VON DOHNANYI, Journalist

 

Termin:  Freitag,  3. Februar 2017 um 19.00 Uhr

Ort:   Apostelkirche Hamburg-Eimsbüttel, Bei der Apostelkirche

Eintritt frei, Spenden für medico international

Anmeldung erbeten unter apostelkirche@ev-ke.de oder Tel. 040/398 09 78 00

 

1968 wurde medico international als Nichtregierungsorganisation gegründet. Seitdem praktiziert sie internationale Hilfe für Menschen in Not und engagiert sich für die Beseitigung der strukturellen Ursachen von Armut und Ausgrenzung. 1997 erhielt medico den Friedensnobelpreis für die von ihr initiierte Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen. medico arbeitet mit rund 60 lokalen Partnern und fördert damit lokale Strukturen und Initiativen vor Ort zusammen.